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Psychiatrie

Depression, Manie und bipolar affektive Störung

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Depression Eine Depression ist eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung. Sie kommt in verschiedenen Formen mit unterschiedlicher Symptomatik vor, hat viele Verlaufsmuster und beeinträchtigt das Leben von Betroffenen in unterschiedlichem Ausmaß. Depressive Menschen leiden meist unter einer länger anhaltenden unangenehmen Stimmung, welche sich auf das gesamte Verhalten und Erleben auswirkt. Diese Stimmung ist meist nicht mehr angemessen bzw. der Situation angepasst. Die Betroffenen können sich an Dingen und Aktivitäten, die vorher Spaß gemacht haben, weniger erfreuen, leiden unter Antriebslosigkeit, sind nervös, leicht reizbar, energie- und kraftlos oder fühlen sich wertlos. Das Selbstbewusstsein ist oft vermindert, häufig auch der Appetit und die sexuelle Lust. Zudem brauchen depressive Personen meist länger zum Einschlafen oder werden in der Nacht mehrmals wach. Oft beginnt der depressive Mensch bereits morgens nach dem Aufwachen an Negatives zu denken, zudem können Schmerzen und Konzentrationsprobleme (bei der Arbeit, beim Lesen, Fernsehen...) als Symptome einer Depression auftreten. Depressionen sind behandel- und heilbar! Generell gilt: Je früher eine Depression behandelt wird, desto höher sind ihre Heilungschancen.

Manie Die Manie ist gekennzeichnet durch eine deutlich gehobene, heitere oder gereizte Stimmung. Patienten fallen auf durch vermindertes Schlafbedürfnis, gesteigerte Aktivität und Gesprächigkeit, den Verlust von Hemmungen sowie verantwortungslosem und risikoreichem (finanzieller, geschäftlicher oder sexueller Natur) Verhalten. In der Manie trifft der Betroffene oft fatale Fehlentscheidungen, die Auswirkungen auf das gesamte weitere Leben haben können. Die blendende Laune, die auftretende Ideenflut, das bis zum Größenwahn anwachsende Selbstbewusstsein werden anfangs von Patienten nicht selten als durchaus angenehm empfunden. Aus diesem Grund wird ärztliche Hilfe leider oft erst dann aufgesucht, wenn der familiäre, finanzielle und berufliche Schaden zwischenzeitlich so groß geworden ist, dass sich ein Arztbesuch nicht mehr vermeiden lässt.

Bipolar affektive Störungen (manisch-depressive Erkrankungen) Diese Erkrankung ist durch einen episodischen Verlauf mit depressiven, manischen, hypomanen oder gemischten Episoden gekennzeichnet. Während der depressiven Phase leidet der Patient unter gedrückter Stimmung und Antriebslosigkeit, es kann sogar zum Auftreten von Suizidgedanken kommen, in der manischen Episode zeigen sich eine deutlich gehobene Stimmung sowie gesteigerte Aktivität, während hypomaner Phasen zeigen sich manische Symptome in abgeschwächter Form, gemischte Episoden sind gekennzeichnet durch gleichzeitiges oder rasch wechselndes Auftreten von Symptomen der Manie und der Depression. Es werden unterschiedliche Verlaufsformen und Schweregrade unterschieden, zwischen diesen Phasen befindet sich der betroffene Patient in der Regel meist in einem unauffälligen Normalzustand. Insbesondere aufgrund der sozialen Folgeschäden sowie des möglichen Suizidrisikos ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von größter Wichtigkeit, zudem wirkt sich eine hinausgezögerte Therapie negativ auf die Prognose aus.