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Psychiatrie

Panikattacken, Phobien oder chronische Angst

© Branislav Ostojic, cokacoka | iStock, ID:8166553

Angst ermöglicht dem Menschen eine Anpassung an die Umgebung. Angst tritt in bedrohlichen Situationen auf und bereitet Körper und Geist auf eine Flucht oder einen Kampf vor.

Angst wird dann zu einem Problem, wenn man stark unter ihr leidet, sie ohne Grund oder in unpassenden Situationen auftritt und dabei nicht durch die Vernunft erklärt oder den Willen beseitigt werden kann, wenn sie zu häufig und zu lange auftritt, man befürchtet die Kontrolle zu verlieren und man Angstsituationen meiden muss. Angst kann durch verschiedene körperliche Symptome wie Zittern, vermehrtes Schwitzen, Herzrasen, Herzklopfen, Atemnot, Schluckbeschwerden, Kribbelgefühle, Übelkeit, Erbrechen oder den Drang auf die Toilette zu müssen begleitet werden und kann die Lebensqualität betroffener Menschen massiv beeinträchtigen.

Panikattacken

Panikattacken sind durch wiederholt auftretende plötzliche schwere Angst- oder Panikzustände gekennzeichnet, die sich nicht auf bestimmte Situationen beschränken und nicht vorhersehbar sind. Panikattacken gehen häufig einher mit plötzlichem Herzrasen oder unregelmäßigem Herzschlag, zudem können Brustschmerzen, Erstickungsgefühle, Schwindel, Zittern, Schwitzen und Entfremdungsgefühle auftreten. Die Betroffenen empfinden Todesangst, befürchten zum Beispiel einen Herzinfarkt zu erleiden, manche Menschen haben in diesen Situationen Angst, verrückt zu werden. Diese Anfälle dauern oft nur wenige Minuten, manchmal aber auch etwas länger. Da diese Situationen plötzlich und unvorhersehbar auftreten, entwickeln Betroffene zunehmend eine Angst vor der Angst. Der Zusammenhang zwischen den körperlichen Symptomen und der Angst wird häufig nicht erkannt, mehrfache (meist internistische) Untersuchungen erbringen unauffällige (körperliche) Befunde.

Spezifische Phobien

Hierbei handelt es sich um eine gerichtete, krankhafte Furcht vor etwas ganz Bestimmtem wie beispielsweise Höhenangst, Platzangst, Angst vor Spinnen, Blut/Spritzen usw. Die angstauslösenden Situationen beziehungsweise Objekte werden vermieden, gleichzeitig sind sich die Betroffenen bewusst, dass die Ängste übertrieben oder unvernünftig sind.

Soziale Phobien

Menschen mit sozialen Phobien fürchten sich im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen, sich peinlich zu verhalten oder auf Ablehnung zu stoßen. Diese Ängste treten in sozialen Situationen wie gesellschaftlichen Zusammenkünften (bspw. Teilnahme oder Hinzukommen an Partys, Konferenzen...) oder Sprechen in der Öffentlichkeit auf. Begleitet wird diese Angst oft von körperlichen Symptomen wie zum Beispiel Erröten, Schwitzen, Verkrampfung, Sprechhemmung mit häufigen Versprechern, Schwindelgefühlen, Harndrang, Durchfall, Übelkeit (Würgereiz) oder Atemnot. Betroffene versuchen häufig diese Ängste mit Alkohol oder Beruhigungsmitteln zu betäuben, außerdem vermeiden sie zunehmend diese Situationen, was schrittweise in soziale Isolation führen kann. Soziale Phobien sind relativ häufig und präsentieren sich in unterschiedlichen Schweregraden (ausgeprägte Schüchternheit-starke Phobie).

Generalisierte Angststörung

Das Hauptsymptom ist anhaltende und generalisierte Angst, welche nicht auf bestimmte Umgebungsbedingungen beschränkt ist. Im Vordergrund stehen dauerhafte Sorgen und Befürchtungen in Bezug auf alltägliche Ereignisse (bspw. Finanzen und Gesundheit oder die ständige Sorge, einem nahen Angehörigen könnte etwas zustoßen...). Die Angst manifestiert sich bei den Betroffenen durch körperliche Beschwerden wie Zittern, Herzrasen, Schwindel, Übelkeit, Schluckbeschwerden (Kloßgefühl im Hals), innere Unruhe, Unfähigkeit sich zu entspannen, Hitzewallungen, Muskelverspannungen, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Schlafstörungen oder Spannungskopfschmerzen.

Angst- und Panikstörungen können insgesamt dazu führen, dass soziale Aktivitäten immer weiter eingeschränkt werden. Daher ist eine rechtzeitige Therapie wichtig, um nicht private und berufliche Kontakte zu verlieren, aber auch wenn der soziale Rückzug bereits erfolgt ist, gibt es Therapiemöglichkeiten.